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Prävention sexualisierter Gewalt

Prävention ist Vereinsarbeit – warum? Insbesondere Kinder und Jugendliche, die in Vereinen aktiv sind, bedürfen eines besonderen Schutzes. Ihr Wohl und die Förderung ihrer geistigen und seelischen Entwicklung muss oberstes Ziel der Vereinsaktivitäten sein. Wir haben uns zu einem Verhaltenskodex zum Schutz von Jugendlichen und Erwachsenen und vor allem von Kindern vor Misshandlung und sexualisierter Gewalt sowie vor Diskriminierung aller Art verpflichtet. Jede*r einzelne in unserer Gemeinschaft ist aufgefordert, diesen Kodex zu bewahren – Prävention ist das Entscheidende!

Was ist Sexualisierte Gewalt?

Sexualisierte Gewalt ist jede absichtliche sexuelle Handlung, egal ob körperlich oder verbal, die gegen den Willen der betroffenen Person vorgenommen wird.

Eine besondere Machtposition, wie sie z.B. zwischen Leitenden und Teilnehmenden einer Gruppe oder zwischen Erwachsenen und Kindern besteht, bietet ein erhöhtes Gefährdungspotential. Sexualisierte Gewalt kann aber auch unter Gruppenmitgliedern ausgeübt werden.

In der Gruppen- und Kursarbeit können auch unbeabsichtigte Grenzverletzungen vorkommen. Es kann schnell passieren, seinem Gegenüber beispielsweise durch eine Berührung oder einen blöden Spruch, „zu nahe“ zu kommen – zumal Grenzen individuell und unterschiedlich sind. Solche unabsichtlichen Grenzverletzungen lassen sich durch Achtsamkeit und Einfühlungsvermögen vermeiden oder erkennen und durch eine Entschuldigung korrigieren.

Falsches Bild von Täter*innen

Das Bild des unbekannten Mannes trifft selten zu; zu zwei Dritteln kommen die Täter*innen (ca. 90% männlich) aus dem sozialen Nahbereich des Opfers (z.B. Familie, Bekanntenkries oder auch Jugendverband). So können Täter*innen geplant vorgehen, sich gezielt ein Opfer suchen, Gelegenheiten schaffen und das Vorgehen tarnen.

Was uns wichtig ist

Die Vermeidung von sexualisierter Gewalt in JDAV und DAV ist ein wichtiges Ziel unseres Vereinslebens. Dabei steht vor allem der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Fokus.

Eine Kultur der Anonymität und Distanz, begründet in der Angst, etwas falsch zu machen, lehnen wir jedoch ab. Denn Körperkontakt und Nähe sind menschliche Grundbedürfnisse!

In verzwickten Situationen, Verdachtsfällen und bei Fragen rund ums Thema sexualisierte Gewalt oder Fragen zur Kindeswohlgefährdung kannst du dich an die innerverbandlichen Ansprechpersonen wenden.

Unsere Ansprechpersonen:

als Hauptberufliche Mitarbeiter*innen:

Andi Geiss andreas.geiss@jdav-bayern.de

Marjam Kleffel marjam.kleffel@jdav-bayern.de

und auf Ehrenamtlicher Ebene:

  • Michael Rösele
  • Sophie Scupin
  • Astrid Segeth
  • Annika Quantz
  • Franca Kostelecky
  • Christina Reil
  • Vroni Specht
  • Vincenz Zielonka

Kodex

Hinschauen - aber keine Panik machen!

zwischenmenschliche Nähe ist gut und wichtig – Vorsicht vor Grenzverletzungen

  • persönliche Grenzen sind unterschiedlich – nicht jeder empfindet wie du
  • starre Regeln für das Gruppenleben helfen oft nicht weiter – geht vertrauensvoll und sensibel miteinander um
  • im Zweifelsfall lieber hinschauen anstatt wegschauen – aber triff auf keinen Fall Vorverurteilungen
  • im Verdachtsfall Ruhe bewahren – handle überlegt
  • du bist nicht allein – hole dir Rat und Unterstützung
  • Vertraulichkeit ist wichtig – sei sensibel im Umgang mit Informationen

Verhaltenskodex

Der Verhaltenskodex gilt für die ehrenamtlich Tätigen und hauptberuflich Beschäftigten in JDAV und DAV. Er definiert des wertschätzenden und verantwortungsvollen Umgang aller Beteiligten

Flyer für Jugendleiter*innen

Viele wichtige Informationen zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt findet Ihr in dem in zusammenarbeit mit der JDAV und dem DAV entstanden Flyer.

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